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Holdenstedter Schlosstage 2021

Wir wagen es ! In diesem Jahr sieht es – dank des Einsatzes von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik – so aus, dass wir wieder Holdenstedter Schlosstage anbieten können. Da die nötigen Bauarbeiten im Holdenstedter Schloss noch nicht abgeschlossen sind, finden die Schlosstage dieses Jahr im Langhaus in Oldenstadt statt. Hier die geplanten Termine:

Donnerstag 26. August bis Sonntag 29. August 2021

 

Zum 200. Geburtstag der großen Sängerin,
Komponistin und Lehrerin
Pauline Viardot
(1821 – 1910)

Pauline Viardot

 


Programm (Änderungen vorbehalten)

Donnerstag, 26. August, 19 Uhr: Lesung mit Musik                                                                              Natasha Korsakova liest aus ihrem Musik-Krimi „Römisches Finale“                                    Während der Lesung wird sie einige im Text vorkommenden Musikstücke selbst auf der Violine spielen.

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Freitag, 27. August, 19 Uhr: Liederabend                                                                                       „Pauline Viardot als Komponistin und Sängerin“                                                                                 Dieses Programm mit zahlreichen Erstaufführungen bietet einige der besten Lieder von Pauline Viardot in deutscher Sprache, u. a. nach Texten von Goethe, Heine, Mörike und Puschkin sowie einen kompakten Querschnitt durch ihre Salon-Operette „Cendrillon“, ein Meisterwerk musikalischen Humors. Ein kurzer Streifzug durch ihr weitgespanntes Repertoire als Opernsängerin rundet den Abend ab.

Mitwirkende: Larissa Wäspy, Sopran; Nele Kramer, Mezzosopran; Kyle Fearon-Wilson, Tenor; Claus Temps, Bassbariton; Hans-Jürgen Förter-Barth, Bass-Bariton und szenische Einrichtung; Ira Maria Witoschynskyj, Klavier und Mezzosopran; Volker Link, Klavier und Ensemble-Leitung; Joachim Draheim, Konzeption, Zwischentexte und musikalische Gesamtleitung                                                  (Ab 18.15 Uhr Einführung durch Dr. Joachim Draheim)

 Samstag, 28. August, 18.15 Uhr: Kammerkonzert                                                                            „Pauline Viardot und ihre Familie“  

Natasha Korsakova-Violine_ Ira Maria Witoschynskyj-Klavier                                                                                          Dieser Abend bietet einen faszinierenden Rundgang durch die Musikgeschichte vom Ende des 18. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, aber auch durch die musikalische Welt der Familie Viardot. Es erklingen sämtliche Werke Pauline Viardots für Violine und Klavier, einige davon hat sie für ihren damals 10jährigen Sohn Paul (er wurde später als Geiger, Komponist und Musikschriftsteller bekannt) geschrieben, ein anderes für dessen Violinlehrer, ihren Neffen, dem bedeutenden belgischen Violinvirtuosen und Komponisten Hubert Léonard. Ebenso sind von Paul Viardot und Hubert Léonard komponierte Stücke zu hören, auch von Charles-Camille Saint-Saëns, dem Freund der Familie Viardot. Eine kleine Sensation sind die brillanten Violin-Etüden von Charles de Bériot, dem berühmten belgischen Geiger und Komponisten –  und Schwager der Pauline Viardot, Mann ihrer Schwester Maria Malibran.

Mitwirkende: Natasha Korsakova, Violine, Ira Maria Witoschynskyj, Klavier                                        (Ab 17.30 Uhr Einführung durch Dr. Joachim Draheim)

Sonntag, 29. August, 18.15 Uhr: Jazz                                                                                                 „Jazz vom Feinsten“                                                                                                                                 Die Musiker der Grammophon Jazzband aus Hamburg lernten sich 2008 während ihres Studiums kennen und starteten damals gleich ihre künstlerische Zusammenarbeit. Die Band ist ein fester Teil der Hamburger Musik- und Kulturszene und mit rund fünfzig Auftritten pro Jahr deutschlandweit unterwegs. Sie arbeiten mit bekannten Musikgrößen wie Thomas D., Lena Meyer-Landruth oder Klaas Heufer-Umlauf zusammen. 2017 haben die Musiker das Album „Nora Becker & Grammophon Jazzband“ veröffentlicht.

Mitwirkende: Nora Becker, Gesang; Nicolas Börger, Piano; Felix Hoffmann, Bass; Jan Niemeyer, Schlagzeug

Foto Grammophon Jazzband

 

Bundesverdienstkreuz für Joachim Draheim

 

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Staatssekretärin Katrin Schütz hat Dr. Joachim Draheim aus Karlsruhe das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht und dessen vielfältige Verdienste um die Musik gewürdigt.

Staatssekretärin Katrin Schütz hat das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Dr. Joachim Draheim aus Karlsruhe vergeben. Die Ehrung fand im engsten Kreis in den Räumlichkeiten des Palais Solms in Karlsruhe statt. Dr. Draheim wird das Verdienstkreuz für seine vielfältigen Verdienste um die Musik verliehen. „Mit großem Enthusiasmus haben Sie Ihr Leben der Musik gewidmet. Mit Ihrer Begeisterung haben Sie viele Menschen angesteckt und mit Ihrem Engagement viel im kulturellen Leben bewegt – in Karlsruhe, Baden-Baden, Uelzen und weit darüber hinaus“, würdigte Schütz in ihrer Laudatio.

Einer der produktivsten Schumann-Forscher

Nicht nur als engagierter Lehrer am Lessing-Gymnasium in Karlsruhe habe sich Dr. Draheim hervorgetan, so die Staatssekretärin. Vielmehr zähle er im deutschen wie im internationalen Maßstab zu den produktivsten Schumann-Forschern: „Wie ein Meisterdetektiv haben Sie immer wieder unbekannte und verschollene Kompositionen aufgespürt und der Fachwelt zugänglich gemacht. Bei der Robert-Schumann-Forschungsstelle in Düsseldorf ist der Name Joachim Draheim über die Jahre zu einem Gütesiegel für genauestens edierte Notentexte geworden.“

Neben seinem Einsatz für das musikalische Leben in Städten wie Dresden, Zwickau oder Uelzen, wo Joachim Draheim etwa für ein Kammermusikfestival verantwortlich zeichne, habe er sich mit seiner Stiftung „Pro musica et musicis“ insbesondere auch um die badische Musikgeschichte verdient gemacht. Die Draheim-Stiftung mit Sitz in Karlsruhe veranstaltet unter anderem die erfolgreiche Konzertreihe „Musik in (Baden-)Baden“. „Damit lassen Sie Baden-Baden als Europas Sommerhauptstadt des 19. Jahrhunderts regelmäßig musikalisch wiederauferstehen – zur großen Freude des Publikums“, so Schütz. Auch auf andere Weise fördere die Stiftung die Beschäftigung mit der reichen Musikgeschichte Badens und lasse in ihren Konzerten vorzugsweise Musikerinnen und Musiker aus der Region und junge Talente zum Einsatz kommen.